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SUMMARY:Franz Kafka - Ein Bericht für eine Akademie
DESCRIPTION:  \nRotpeter wird von einer unbestimmten Akademie eingeladen\, einen Bericht über sein äffisches Vorleben einzureichen. Stattdessen berichtet er über seinen unvollendeten und qualvollen\, jedoch selbst gewählten Ausweg der Menschwerdung – über Anpassung\, Trieb und über die unter Menschen verbreitete Sehnsucht nach dem Gefühl der Freiheit. \n\nSzenischer Vortrag der monologhaften Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“ mit musikalischer Umrahmung. \nBegleiten werden mich \nLisa Schöttl – Hackbrett – https://lisa-schoettl.de/ \nVeronika Schöttl – Bratsche – https://www.ensembleeden.de/home/veronika-schoettl/ \n\n\n————————————- \n\nGeschrieben hat Dr. Franz Kafka Ein Bericht für eine Akademie  (und einige kurze Fragmente dazu) im April 1917 in der Alchemistengasse in Prag in einer von seiner Schwester angemieteten Wohnung. In diese Arbeitswohnung zog er sich regelmäßig zum Schreiben zurück. Der Text wurde dann in der Monatszeitschrift „Der Jude“ von Martin Buber veröffentlicht. Die Reaktion der mit Kafka befreundeten oder bekannten Autoren war enthusiastisch\, wobei Kafka auf diese Reaktionen – wie so oft – sehr zurückhaltend reagierte. \nKafkas Freund und späterer Nachlassverwalter Max Brod (dem wir zu verdanken haben\, dass Kafkas Werk nicht wie von ihm gewünscht nach seinem frühen Tod mit nur 40 Jahren im Jahr 1924 vernichtet wurde) bezeichnete den Bericht als „genialste Satire auf die Assimilation\, die je geschrieben worden ist“. Seine Frau Elsa Brod trug den Text im Rahmen einer Lesung vor und berichtete\, sie habe sich während des Vortrags buchstäblich affenmäßig gefühlt\, während der Lektüre Affenschweiss ausgeströmt und diesen selbst gerochen. Der Affe\, so urteilt auch sie\, sei ein Meisterwerk. \nNeben ersten Auslegungen des Textes zur (religiösen) Assimilation kommt es später zu interpretatorisch verschiedenartigsten Akzentverschiebungen hin zu biographischen Bezügen sowie insbesondere auch zum Thema Freiheit und zu welchem Preis der Mensch bereit ist\, sie für materiellen Erfolg und Sicherheit aufzugeben. Die rote Narbe im Gesicht und sein Hinken werden Rotpeter immer an die unumkehrbar aufgegebene Freiheit erinnern\, in deren Genuss er zumindest bis zum Ende seines irdischen Lebens nicht mehr gelangen wird. \nFranz Kafka hat sich zur Entstehung oder zum Hintergrund des Textes Ein Bericht für eine Akademie selbst nie geäußert. Er bleibt bis heute ein tiefgründiges Rätsel. Jeder Interessierte ist eingeladen\, es für sich selbst zu lösen. Das aktuelle Tagesgeschehen bietet uns ja einen unendlichen Fundus an Beispielen zur qualvollen Anpassung. Möglicherweise bedarf es dazu aber gar keines Blicks in die Zeitung\, ein kurzer Blick auf das eigene Leben kann ausreichend sein. \n\n\n————————————-
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LOCATION:Theater im Fraunhofer\, Fraunhoferstr. 9\, München\, 80469
CATEGORIES:Szenischer Vortrag mit musikalischer Umrahmung
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